Klausurtag des Vorstands auf dem Weierhof

Am 07.09.2019 war der Vorstand in der Nachbar-Mennonitengemeinde Weierhof zu Gast. Den Klausurtag des Vorstands gibt es seit vielen Jahren. Jedes Jahr besuchen wir eine andere mennonitische Gemeinde in der Umgebung; dabei beschäftigen wir uns mit einem wechselnden Thema. Dieses Jahr widmeten wir unsere Aufmerksamkeit dem Projekt „Gewagt! 500 Jahre Täuferbewegung 1525 – 2025“. Es erinnert an die erste Glaubenstaufe in Zürich am 21. Januar 1525, was als Startdatum der Täuferbewegung gilt. Dazu hielt uns Astrid von Schlachta, Vorsitzende des entsprechenden Vereins und Leitung der Mennonitischen Forschungsstelle, einen Vortrag. In fünf Themenjahren bis 2025 sollen zahlreiche Aktivitäten, Veröffentlichungen und Veranstaltungen über Täufer, ihre Geschichte und ihre Lehre informieren. Gemeinden und Einzelne werden mit vielfältigen Materialien unterstützt und zur Reflexion angeregt. Nicht zuletzt soll auch die Öffentlichkeit angesprochen und damit die Fixierung auf Luther beim „Reformationsgedenken“ 2017 etwas geradegerückt werden. Der Verein ist breit ökumenisch aufgestellt, so sind neben Mennoniten auch Baptisten und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) vertreten. Danach wurden wir durch das Gebäude der Mennonitischen Forschungsstelle des Geschichtsvereins geführt und erfuhren über Aufgaben dieser wichtigen Einrichtung.

Nach Ende dieses offiziellen Programms aßen wir in Göllheim zu Mittag. Anschließend führte uns Gerhard Fieguth zur nahe gelegenen Klosterruine Rosenthal, das seit 1241 bestand und 1572 aufgehoben wurde. Nachdem wir dort auch das Täuferspuren-Schild betrachtet haben, machten wir uns auf den Weg nach Hause.

Alles in allem hatten wir einen interessanten, produktiven und gemeinschaftlichen Tag.