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Täuferspuren in Enkenbach

Am Samstag, den 30.11. 2019 werden in Enkenbach zwei Schilder enthüllt, die auf die Geschichte der Mennoniten in unserer Region hin-weisen. Der Mennonitische Geschichtsverein e. V. hat sich zur Aufgabe gemacht, Spuren zu sichern und zu zeigen, die mit der Geschichte der Mennoniten und ihren Vorläufern, den “Täufern” des 16. Jahrhunderts zusammenhängen. Auch im Kreis Kaiserslautern gibt es viele solcher Spuren, z. B. wo mennonitische Familien als Pächter größerer Güter gesiedelt haben. Ebenso existieren in unserer Verbandsgemeinde derartige Erinnerungen, die in Form der beiden mennonitischen Kirchengemeinden in Sembach und Enkenbach bis heute lebendig sind. In Mehlingen etwa erinnert ein Schild an einen Mennoniten der sogenannten “Amischen Richtung”, der sogar Bürgermeister des Dorfes war. Nun erinnern zwei Schilder in Enkenbach an mennonitische Spuren seit der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg als z. B. von 1688 an bis ins 19. Jh. hinein – mit einer Unterbrechung – mehrere mennonitische Familien als Pächter des ehemaligen Klostergutes fungierten (Klosterstraße 8). Die Ankunft mennonitischer Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg führte dann zu einer eigenen Gemeindegründung und dem Bau des Gemeindezentrums in der Heidestraße 2a, wo das zweite Schild angebracht wird, bzw. ein drittes, identisches an der Zufahrt von der Straße. Zur Enthüllung der Schilder (zunächst an der Klosterstraße 8) um 10.45 Uhr und anschließend gegen 11.15 Uhr in der Heidestraße 2a wird hiermit herzlich eingeladen. Im Anschluss an die Enthüllung in der Heidestraße gibt es einen kleinen Empfang im mennonitischen Gemeindehaus. Vertreterinnen und Vertreter des Mennonitischen Geschichtsvereins werden dabei zu Wort kommen.