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Newsletter 19

Wochenspruch für die Woche ab dem 26. April: Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben (Johannes 10, 11a. 27 – 28a)

Liebe Gemeinde,

wieder grüßen wir alle Gemeindeglieder zum kommenden Sonntag, 26.04., mit dem biblischen Leitwort für die neue Woche. Das Bild vom Hirten ist ein sehr altes biblisches Bild. Es wurde auf Könige angewendet im Blick auf ihre Aufgabe für ihr Volk, es wurde auf Gott ange-wendet und im Neuen Testament auch auf Christus. Die älteren unter uns erinnern sich bestimmt an viele künstlerisch nicht unbedingt wertvolle Bilder in vielen Häusern, die Christus als Hirten darstellten, meist ein Lamm auf den Schultern tragend und einen Hirtenstab in der Hand. In neuerer Zeit haben viele Menschen ein Problem mit dem Begriff. Sie wollen sich nicht gerne als Schafe fühlen und finden den Hirten eher als Herrscher, das Bild deshalb für Strukturen, die von Gleichheit und Geschwisterlichkeit geprägt sind, nicht mehr für passend. Aber das Bild zielt auf ein Vertrauensverhältnis beschreiben und zum Vertrauen auf Gott einladen, für den Christus steht. In den antiken Gesellschaften wusste man sofort, was damit gemeint war. Der Hirte trug Verantwortung für die Tiere, die ihm meist nicht gehörten, sondern ihm von den Eigentümern anvertraut waren. Er sorgte für sie, er schützte sie. Typisch war, dass sich eine Beziehung entwickelte zwischen Hirten und Tieren. Wenn verschiedene Herden in ein und demselben Pferch waren und verschiedene Hirten sie von draußen riefen, konnten sie die Stimme ihres jeweiligen Hirten genau von Stimmen anderer Hirten unterscheiden. Wer ist Gott für uns? Wenn wir als Christinnen und Christen von Gott reden, dann können wir das kaum, ohne auf Jesus Christus zu verweisen. Mit dem, was uns von ihm überliefert ist, beschreiben wir, wer Gott ist. Und da kann das Bild vom Hirten schon helfen. Unsere Beziehung zu Gott darf von Vertrauen geprägt sein, nicht von Misstrauen, Angst und Unterwürfigkeit. Die Grundüberzeugung, dass Gott es gut mit uns meint in unserem Leben, kann uns Hilfe und Trost sein, auch in Zeiten, in denen uns unser Weg schwerfällt und wir mit vielen Fragen und Hindernissen konfrontiert sind. Dass wir für Gott keine bloße Nummer sind und auch nicht eine „Risikogruppe“, sondern dass er uns kennt, will uns zuversichtlich machen und uns Kraft und Gelassenheit geben. Es will uns auch ermutigen, seiner Stimme zu vertrauen und uns nicht verwirren zu lassen von anderen Stimmen, die uns vormachen, was wir alles brauchen und uns alles mögliche versprechen an Lebenssinn und Lebenszielen.

Die derzeitige Lage angesichts des Coronavirus bremst uns aus und bedeutet für viele große Unsicherheit bis hin zu Existenzängsten. Das darf man nicht kleinreden. Noch kann niemand sagen, wie es ausgeht und was die richtigen politischen Entscheidungen sind. Allerdings kann uns die Situation auch einen neuen Blick schenken und helfen, uns zu entschleunigen und vielleicht zu entdecken, was wirklich wichtig ist im Leben, worauf es ankommt. Was vermissen wir am meisten? Vielleicht sind es ja doch eher Beziehungen zu Menschen, als materielle Güter.

Gottesdienst

An den beiden kommenden Sonntagen, 26. April und 3. Mai, laden wir wieder um 10 Uhr zum Gottesdienst im Internet ein. Die Predigt am 26. April wird unser Gemeindeglied Leon Schmidt halten, der zurzeit eine Ausbildung im Bereich Erziehung/Gemeindepädagogik am Bibelseminar Marburg macht. Die Leitung wird Rainer Burkart haben. Kollekte ist für die Gemeinde. Näheres zur Technik hier. Gerne kann man sich schon etwas früher einwählen, um auszuprobieren.

Wie geht es weiter?

In den Medien hört man einiges zu geplanten Lockerungen für Gottesdienste. Zwischen den Religionsgemeinschaften und den staatlichen Stellen gibt es dazu intensive Gespräche über die konkreten Modalitäten. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) ist für die kleineren Kirchen an diesen Gesprächen beteiligt, auch wenn die großen Konfessionen dabei die Federführung haben und Modelle ent-wickeln, die auch uns als Orientierung dienen werden. Wir befassen uns im Gemeindevorstand intensiv mit den vorgesehenen Bedingungen und können hoffentlich schon bald Genaueres dazu sagen. Soweit wir bisher sehen können, sind die Bedingungen nicht einfach zu erfüllen. Da gilt es genau zu überlegen und abzuwägen. Was das für andere Gemeindeveranstaltungen bedeutet, ist noch offen.

Auch planen wir derzeit, in unserem Gemeindehaus die technischen Voraussetzungen zu schaffen für eine Übertragung von künftig dort stattfindenden Gottesdiensten. Denn selbst wenn es in absehbarer Zeit Gottesdienste im Gemeindehaus geben wird, werden viele vielleicht doch lieber zu Hause bleiben. Sie sollen weiterhin die technische Möglichkeit haben, am Gottesdienst teilzunehmen.

Unser Jugendreferent Chris Blickensdörfer hat seine Arbeit mit den Jugendlichen praktisch ganz ins Internet verlegt. Dort treffen sich die Jugendlichen regelmäßig mit ihm zu vielfältigen Aktivitäten.

Gummibänder für Schutzmasken

Da wir das Second-Hand-Lädchen wieder zeitweise öffnen wollen, lassen wir für die Mitarbeitenden Mundschutzmasken nähen. Da es zurzeit schwierig ist, Gummiband zu bekommen, würden wir uns über Spenden von Gummiband freuen. Wer noch welches zu Hause hat und es nicht mehr benötigt, kann es gerne bei Anja Wehner oder Roswitha Funck abgeben. Vielen Dank!

Das Second-Hand-Lädchen wird ab 28.04. vorerst dienstags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr öffnen.

Hilfe bei Einkauf etc.

Wer aufgrund der geltenden Beschränkungen innerhalb der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn Hilfe bei Einkauf oder anderen notwendigen Dingen benötigt, weil er oder sie lieber nicht das Haus verlassen möchte, kann bei Rainer Burkart anrufen: 06303 3883. Es gibt Menschen in der Gemeinde, die bereit sind zu helfen. Wir vermitteln dann.

Der nächste Newsletter wird erst in zwei Wochen erscheinen.

Ich wünsche allen Gottes Segen und Geleit in diesen Tagen und grüße herzlich,
Ihr/Euer Rainer W. Burkart, Pastor