Menno-Simons-Predigtpreis für Rainer Burkart

Im Rahmen des Gottesdienstes am 9. Dezember 2018 in der Mennonitengemeinde zu Hamburg und Altona wurde der Menno-Simons-Predigtpreis der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen der Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit der Mennonitengemeinde Hamburg-Altona an Rainer Burkart verliehen und an seine ihn anstellende Gemeinde Enkenbach. Das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro geht je zur Hälfte an den Preisträger und für zweckgebundene Bildungsmaßnahmen in der Gemeinde.

Die Predigt wurde zuerst am Reformationstag 2017 in der protestantischen Kirche in Enkenbach in einem gemeinsamen Abendmahlsgottesdienst anlässlich des 500. Reformationsgedenkens gehalten.

Mit diesem Preis sollen Predigten gewürdigt werden, „die das biblische Zeugnis im Lichte der täuferisch-mennonitischen Tradition zur Sprache bringen. Im Horizont gelebter Ökumene sollen sie friedenskirchliche Orientierungen fördern sowie durch Glaubwürdigkeit überzeugen, um spirituelle Stärkung bieten zu können. Ferner sollen die Predigten zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Leben anregen“.
In seiner Laudatio verwies Fernando Enns auf das frühe ökumenische Engagement von Rainer, angefangen in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bayern und bundesweit sowie in leitender Funktion bei den Kontaktgesprächen zwischen Mennoniten und Lutheranern in Deutschland; später auch als Co-Vorsitzender der Versöhnungsgespräche zwischen Lutherischem Weltbund und Mennonitischer Weltkonferenz. Die Versöhnung zwischen den beiden Kirchen 2010 in Stuttgart hatte eine besondere Ausstrahlungskraft auf die gesamte Ökumene.

Die Predigt wird in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift „Brücke“ abgedruckt, man kann sie aber auch direkt bei Rainer Burkart erhalten.

Stellvertretend für die Gemeinde habe ich im Auftrag des Vorstands unseren Dank und unsere Freude über die Entscheidung sowohl an die Jury als auch an die Stifter Erben-Familien Kümpers zum Ausdruck gebracht, dass mit der Entscheidung für Rainer seine theologische Arbeit und das ökumenische Engagement gewürdigt wird und weiter ergänzt, dass wir von seinem Wesen, seiner Empathie, seinem erworbenen theologischen Wissen, seinen vielfältigen Erfahrungen in verschiedenen mennonitischen Gemeinden, seiner übergemeindlichen Gremien- und ökumenischen Mitarbeit profitieren. Seine Predigten mit kontextuellen Bibelauslegung sind Herausforderungen an die Zuhörer.

Jörg Isert