Mennoniten in der DDR – Gemeindeabend am 4. Oktober, 19.30 Uhr

Wir laden ein zum Gemeindeabend mit Bernhard Thiessen am 4. Oktober um 19.30 Uhr.

Seit wann gab es denn Mennoniten auf dem Gebiet der damaligen DDR? Wie hat sich die „Mennonitengemeinde in der DDR“ nach dem Mauerbau entwickelt und wie ging es nach 1989 weiter? Das sind einige Fragen, auf die Bernhard Thiessen in einem Vortrag mit Bildern Antworten geben will.

Viele Ältere erinnern sich noch daran, Päckchen aus dem Westen in die DDR geschickt zu haben. Nicht wenige sind vor dem Mauerbau aus dem Gebiet der DDR ins Menno-Heim nach Berlin geflohen und von dort als politische Flüchtlinge in den Westen ausgeflogen worden. Der manchen noch bekannte Herbert Rexin wurde aus seiner Arbeit beim Landratsamt in Wernigerode/Harz (DDR) entlassen, weil drei mennonitische Familien mit Pferd und Wagen in den Westen geflohen waren. Einige Monate später floh auch Familie Rexin und kam nach Enkenbach. Bernhard Thiessen, früher mennonitischer Pastor in Berlin und Hamburg bereitet gerade eine Ausstellung über die Mennoniten in der sowjetisch besetzten Zone (SBZ) und der DDR vor, in der es ihm besonders um die Fragen geht, wie sich die weltweite Vernetzung der Mennoniten und die ökumenische Zusammenarbeit auf die Mennoniten in der DDR ausgewirkt haben. War es hilfreich zum Überleben in der religionsfeindlichen Diktatur? War es auch gefährlich und schließlich ein Hindernis bei der Eingliederung in die DDR?